Das Zölibat & die Zeitungen

Veröffentlicht in Sehr bedenklich! mit den Tags , , am 18. Dezember 2011 von Frau D.

Lassen wir mal aussen vor, ob die neuerlichen, unglaublich vielen Missbrauchsfälle direkt oder indirekt mit dem auferlegten Zölibat der katholischen Kirche einhergehen.

Seit ich eine geschlagene Viertelstunde benötigt habe, um auf den Seiten der grossen und halbwegs seriösen Zeitungen einen Artikel über den Bericht der holländischen Kommission zum zehntausendfachen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen zu finden, der mehr als zehn dämliche, abgetippte und nachgeplapperte Zeilen umfasst, frage ich mich:

Was sagt es über den entsprechenden Menschen an sich aus, wenn er, anstatt das Zölibat aufzugeben, lieber Kinder sexuell missbraucht?

Was bedeutet es, wenn so viele Geistliche diese „Option“ nutzen und dann auch noch von anderen Geistlichen gedeckt werden? Und das in dem gegebenen Rahmen der Lehren der katholischen Kirche? Was genau lehrt die eigentlich? (DAS war wirklich eine rhetorische Frage!)

Ich frage mich, ob es nicht doch Menschen gibt, die nicht aus Glaubensgründen diesen Lebensweg einschlagen… und dann frage ich mich, was DAS über diese Menschen aussagen würde.

Und wie krank ist es, wenn eine Organisation, die die Moralität derart ad Absurdum treibt, ausgerechnet den Missbrauch von Kindern deckt und vertuscht? Ich meine… vertuscht! Sich darüber auszuschweigen ist eine Sache – aber aktiv zu vertuschen ist eine ganz, ganz andere…

Die Schweizer Elite

Veröffentlicht in Leben, Sehr bedenklich! mit den Tags , am 16. Dezember 2011 von Frau D.

Vor einigen Tagen erhielt ich ein Einschreiben, das mir meine Postfrau natürlich nicht direkt übergab. Sie hält sich nicht mit solchen Widrigkeiten des Arbeitsalltags auf und wirft lieber ein Zettelchen in den Briefkasten. Weil ich also sowieso zur Post musste, schickte ich auch gleich noch ein Päckchen ab.

Natürlich ist die Schweizer Post ein Verein, der der deutschen Post überraschend ähnlich ist… Also so mit gelben Autos, nach dem Abbau wenigen verbliebenen Poststellen und einer halben Papeterie in den Räumlichkeiten. Und natürlich ist die Post auch eine Bank. Anders als in Deutschland ist aber die Post in der Schweiz der einzige Verein, der Briefe im grösseren Stil verschickt.

Als es um die Zahlung des Päckchens ging, musste ich feststellen, dass sich die Schweizer Post allerdings einige Hirnfürze leisten kann, die man aus Deutschland eher nicht kennt…

Postfrau: „Das macht neun Franken, bitte…“
Ich: „Oh, okay – das habe ich leider nicht bar – ich zahle mit Karte.“
Postfrau: „Kein Problem!“

Ich ziehe meine Karte (nein, es ist keine EC-Karte… EC wäre zu einfach und praktisch überall nutzbar, deswegen gibt es in der Schweiz hauptsächlich Maestro, was die Kartenzahlung zB an vielen deutschen Tankstellen unmöglich macht) einer grossen Schweizer Kantonalbank und richte meine Aufmerksamkeit auf das Kartenlesegerät, als…

Postfrau: „Ouh, nein… mit der Karte können Sie hier nicht zahlen. Hier geht nur die PostCard.“
Ich: „Äh?!“
Postfrau: „Aber gehen Sie doch einfach schnell über die Strasse – da ist ja Ihre Bank und Sie können Bargeld abheben.“

Ich hänge immer noch bei der Tatsache fest, dass ich bei der Post nur mit der hauseigenen Bankkarte zahlen kann…

Ich: „Äh? Aber… das ist doch…“

… und krame mich nochmal durch mein Portemonnaie. Draussen regnet es wie doof und stürmt. Ich habe ganz, ganz wenig Lust, auch nur den kleinsten Spaziergang zu einem Bankautomaten zu machen.

Postfrau: „Ja, das tut mir leid. Sie können auch nicht unseren Bankautomaten nutzen – der akzeptiert nur die PostCard.“

Wie überraschend…

Ich wühle weiter und blättere mich durch die 80 Euro, die meine Geldbörse noch bevölkern.

Ich (leicht ironisch): „Hehe, ich hätte noch Euro… und zwar mehr als genug…“
Postfrau: „Ja! Euro, das geht! Euro nehmen wir!“
Ich: „Äh?“
Postfrau: „Wenn es Scheine sind? Kein Problem… Allerdings…“ und dann schaut sie etwas bedrückt: „… müsste ich Ihnen das Wechselgeld in Schweizer Franken rausgeben…“

Tja, das ist natürlich eine üble Sache! So mitten in der Schweiz, wo man mit einer Schweizer Maestro-Karte auf der Schweizer Post sein verdammtes Päckchen nicht bezahlen kann, weil dieser Schweizer Verein zu elitär ist, um Kunden zu bedienen, die ihre Konten bei einer Schweizer Bank haben.

Ich: „Das ist nicht so schlimm – ich denke, ich werde die Franken schon irgendwie wieder los.“
Postfrau: „Ah… das freut mich.“ Und die Freude sieht beängstigend ehrlich aus.

Ich gebe ihr die Euros, bekomme mein Schweizer Wechselgeld und verlasse die Elite-Post.

Facebook-Beziehungen

Veröffentlicht in Leben mit den Tags , am 5. Dezember 2011 von Frau D.

Liebe Frauen,

ich weiss ja, man will nicht jeden Mann – man möchte ja schon einen, der auch zu einem passt. Aber selbst bei Facebook sollte man manchmal die Contenance behalten – wenn schon nicht für den Mann, dann wenigstens für all die anderen mehr oder weniger ‘Bekannten’, die über das öffentliche Aufeinandertreffen automatisch informiert werden…

Und dann wiederum… Danke für den Schmunzler unbekannterseits…

48 Stunden…

Veröffentlicht in Leben mit den Tags , am 4. Juli 2011 von Frau D.

Nach nochmaligem Überlesen der Nachricht fällt mir auf, dass da NICHT steht, dass sie, die Experten, sich auch innerhalb von 48 Stunden bei mir melden werden…

Am 01.07.2011 15:44, schrieb Contactcenter@swi[zensiert].com:

Sehr geehrte(r) Frau XXX

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Unsere Experten werden Ihr Anliegen innert 48 Stunden bearbeiten.

Freundliche Grüsse
Swi[zensiert] AG

War vermutlich auch etwas gewagt, so etwas zu hoffen… Ich meine, warum sollten sie auch sagen, was sie wie bearbeitet haben. Erkennbar ist eine Bearbeitung bis jetzt übrigens nicht.

Und trotzdem! EPIC Kunden-FAIL, menno!

Interessante Warnhinweise

Veröffentlicht in Leben mit den Tags , am 25. April 2011 von Frau D.

Es ist wichtig, an Dinge, die sich Menschen in den Mund stecken können, Warnhinweise anzubringen. Ich stelle nur die Wort- und Bildwahl in Frage, die genutzt wird, um die werte Aufmerksamkeit des Lesers, Nutzers, Schluckers zu erhalten.

Fall 1 – Missbildungen vermeiden:
Ein ober-gefährliches Medikament, das zwar extrem gut hilft, aber offensichtlich Missbildungen bei Embryonen verursacht.

Ähm… allen guten Absichten zum Trotz, aber „Schwangerschaft verboten!“? Ich weiss, was gemeint ist, aber eine Schwangerschaft kann man deswegen dennoch nicht verbieten. Sowas kann nur der Pabst… *hrhr*

Fall 2 – Nix für dicke Frauen:
Der Whisky war lecker… aber… hätte ich ihn trinken dürfen?!

Ich glaube, dicke Frauen und dicke Männer mit langen Haaren dürfen diesen Whisky nicht trinken. Verflixt. Verratet mich nicht!

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